
Esta é a noite – dies ist die Nacht… Es sind fast die einzigen Worte, die ich in der portugirischen Osternacht verstehe. Das ist vielleicht eine der magischsten Seiten der katholischen Liturgie, dass man durch die Welt reisen kann, und sie überall wieder erkennt.
Wir hatten in der Touri-Info nach einer Ostermesse am Abend gefragt und bekamen zwei Kirchen genannt. Leider waren beide zur angegebenen Zeit verschlossen und so irrten wir ein bisschen verwirrt durch die Straßen, bis Christiane vorschlug, den Heimweg über die Kathedrale zu nehmen. Als wir dort ankamen, war die Tür offen, die Zeremonie Osterfeuer war bereits in Gang. Vielleicht hätten wir uns lieber bei einem Pilger-Info-Point schlau machen sollen. Ein Mann drückte uns zwei Kerzen in die Hand und wir empfingen das Auferstehungslicht.
Zur fünften Lesung sind mir nach der Reise und der Zeitumstellung fast die Augen zugefallen, aber das Schellengeläut zum Gloria riss mich gleich wieder aus dem Halbschlaf und ich wusste – jetzt bin ich angekommen, an unserem Startpunkt.
Ich muss zugeben, das Flugzeug ist kein geeignetes Pilger-Verkehrsmittel. Zwar weckt der ganz eigene Pilgeweg vom Checkin zum Flugsteig bei mir viele Kindheitserinnerungen inklusive einer kindlichen Begeisterung für die Fliegerei, aber das Fliegen ist vor allem eines nicht: down to earth.
In diesem Sinne geht es jetzt mit viel Bodenhaftung in einen wunderschönen, sonnigen Ostersonntag.
Cristo ressuscitou – er ist wahrhaftig auferstanden!
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