
Nach dem tollen Spiel gegen Frankreich geht’s heute gegen Japan. Die Japanerinnen haben nur zwei oder drei Spielerinnen, die größer sind als 1,69. Es wurde ja viel über die körperlichen Unterschiede zwischen Männer- und Frauenfußball diskutiert. Ein Biomechaniker stellte dabei fest, dass Frauen einen 1,2 % tieferen Körperschwerpunkt haben als Männer, was ihnen Dribbling-Vorteile einbringt. Ich kann das ja nicht beurteilen, aber es klingt ein bisschen wie die Nationale Verzehrsstudie, nach dem Motto: Männer essen täglich eine Scheibe mehr Brot. Leider machte der Biomechaniker keine Angaben zum japanischen Körperschwerpunkt. Aber er spricht sich dafür aus, die Unisex-Tore der weiblichen Körperkürze anzupassen. Ich weiß nicht ganz, wie man das Argument stützt, aber vielleicht muss die schlimmstmögliche Folge des „zu großen“ Kasten – mehr Tore – sich noch ihre Akzeptanz erkämpfen. Vielleicht kommen dann irgendwann auch wieder die Ideen, Spielfeld und -zeit zu verkürzen, und die Ladies mit einem Plüschball spielen zu lassen.
Ich bin jedenfalls freudig gespannt, was die Teams heute Abend aus ihren inadäquaten Spielbedingungen machen.
Die BBC überträgt heute übrigens das erste England-Spiel im Abendprogramm, anstelle eines Golf-Tuniers. Da lobe ich doch mal den Mut der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten in diesem Land, da haben nämlich auch andere Mannschaften schön gespielt.
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