»Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.«
Als die Herren und Damen vor 70 Jahren ihre Unterschrift unter das Grundgesetz und dessen Präambel setzen, hat die Dämmerung des »erfolgreichsten Friendensprojekts der neueren Geschichte« gerade erst begonnen. Die Vision, die Grenzen des Nationalen in Richtung Europa zu überschreiten, erscheint für damals erstaunlich. Als ich als Jugendliche die Einführung des Euro erlebte und der Begriff der Europäischen Verfassung im Raum stand, schien sie verwirklicht. Heute scheint sie zuweilen machtlos gegenüber den nationalistischen und populistischen Ängsten, die in den letzten Jahren immer fruchtbarere Böden gefunden haben.
Eigentlich ist ja Liebe die Antwort – egal auf welche Frage, insbesondere jedoch auf Fragen von Ängsten. Für den aktuellen Wahlkampf ist aber auch Europa als Antwort mehr als legitim.

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