Nachdem uns der Zug tatsächlich bis Lagos gebracht hatte, verbringen wir drei wundervolle Tage an einer traumhaft schönen Küste. Wie gut, dass hier ein atemberaubender Wanderweg vorbei führt, der Fishermen’s Trail.

Wir machen zwei Tageswanderungen auf der Route, eine von Lagos und eine von Sagres aus. Sagres ist der westlichste Ort an der Südküste der Algarve und damit nicht weit von den “richtigen” Wellen des Atlantiks entfernt. Entsprechend spürbar ist das Surfer-Feeling, diese Einladung, sich einfach von den Wellen tragen zu lassen, an Wasser oder an Land. Ich genieße das sehr, auch wenn ich meine Surf-Karriere vor 10 Jahren nach einem Anfänger-Kurs kurzum beendet habe. Ein bisschen Gelassenheit kann diese Tage nicht schaden.

Der Fishermen’s Trail führt uns schließlich bis an den südwestlichsten Zipfel von Kontinentaleuropa, an das Capo Sao Vicente – ein sehr besonderer Fleck Erde, dem schon viele Völker einen engen Gottesbezug nachgesagt haben. Wenn man sich ein bisschen von den Imbisbuden (“Letzte Bratwurst vor Amerika”) entfernt und still dem Brausen des Meeres lauscht, hoch oben auf den Klippen oder unten am einsamen Strand, dann spürt man, wie sie vielleicht alle auf diese göttliche Idee gekommen sind.