Letzte Woche. Ich laufe das Treppenhaus nach oben, graue Stufen, weiße Wände. Ich weiß nicht genau, in welches Stockwerk ich muss, also geh ich immer weiter nach oben. Ich schaue die Treppen hoch und plötzlich sehe ich einen grauen Mantel, auf die Brust einen gelben Stern genäht. Für einen Bruchteil einer Sekunde falle ich aus […]
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Diese Zeile aus Temistocle Soleras Libretto zu Emilio Arrietas Oper »La conquista die Granata / Die Eroberung von Granada« (inszeniert von Cathérine Miville am Stadttheater Gießen) war mir eine der einprägsamsten – wohl auch angesichts dessen, wie die arabische Welt spätestens seit 9/11 in den Medien porträtiert wird. Granada spielt zur Zeit der Reconquista – […]
Nach reiflicher Überlegung hatte ich mich letzte Woche entschieden, mir am Samstag die Live-Übertragung von La Cenerentola aus der MET im Kino anzuschauen. Und stellte mir ernsthaft die Frage, ob ich da nun Popcorn in der Oper essen könnte. Ob des horrenden Eintrittspreises von 29 € fand ich leider keine Begleitung für den Abend und […]
Was machen die Menschen in der Oper eigentlich, wenn bevor sie auf die Bühne treten bzw. nachdem sie abgehen? Am Ende der Gießener Idomeneo-Inszenierung gibt ein eingespielter Film unter Mozarts Ballett-Musik Antwort. Doch die ganze Wahrheit hat es natürlich nicht ins Video geschafft – hier drei gesondert erfasste Szenen:
Is it good “requiem etiquette” to play an encore? The Sanctus? Arguable. But if you had a look into the first row, you saw a soloist who had been highly concentrated for two hours smiling like a child, for the whole encore. In a way, that rendered the question mute. Another Verdi concert, another love […]
Termin zur Kostümanprobe Fliegender Holländer. Zu einer Zeit, in der ich gerade genieße, mir zu erlauben, eine Identität zu leben, die irgendwo dazwischen liegt, irgendwo zwischen den Polen von männlich und weiblich. Freche Kurzhaarfrisur, lockere Jeans, buntes Hemd, bequemer Kapuzen-Pulli. Zur Anprobe alles aus. Dafür gibt es einen Rock, ihm fehlen drei Zentimeter im Umfang, […]
Joyce DiDonato on the last scene of the Wernicke production of Der Rosenkavalier: Octavian and Sophie lie on the floor holding their silver rose in their hands. »After the final duet, the ›Mohammad‹ takes the silver rose from the two new young lovers and replaces it with a single red rose. It kills me, because […]
Bevor das Orchester die Ouvertüre zu spielen beginnt, tritt eine Figur auf die Bühne. Sie schaut etwas suchend in den Raum, trägt ein T-Shirt auf das die Worte Ira, Dolore, Amore – Wut, Schmerz, Liebe – gedruckt sind und fängt an, I am what I am aus La Cage aux Folles zu singen. Die Oper […]
Es wäre vielleicht sinnvoller gewesen, diesen Post vor sechs Monaten zu veröffentlichen und nicht jetzt, wo alles vorbei ist, aber vor sechs Monaten war mir noch nicht so recht danach. Ich wurde am Wochenende ein klein wenig wehmütig, als ich zur Derniere des Freischütz gelaufen bin. Dabei war ich bei der Spielplanpräsentation letztes Frühjahr gar […]
»One of the main reasons I love opera is that it gives a platform for the largest emotions and the deepest sentiments and this opportunity for an audience member to come into the theater or put on their stereo system and escape from the everyday life via these characters that are larger than life. […] […]