Wir haben die Nacht in unserem Airbnb gut überstanden. Der junge Mann – er hat sich über Nacht nicht als Serienkiller entpuppt – liegt noch schlafend in der Küche, als wir früh zu unserer letzten Croissant-Verkostung aufbrechen. Ich wähle ein original Pain de Chocolat, Bestnote. Dann geht es um viertel nach Acht auf die längste Fahrt unserer Reise, in den TGV nach Frankfurt.

Ich habe mich auf diesen Zug schon die ganze Zeit gefreut, so viel Zeit zum aus dem Fenster schauen. Die Landschaft wieder grün, die spanische Steppe haben wir eindeutig hinter uns gelassen. Mit der Zeit wird die Luft im Zug allerdings etwas stickig, und in Deutschland wird schließlich auch wieder gebummelt, diesmal ab der Grenze bei Straßbourg bis an den Main. Der TGV bewältigt die 1.000 km dennoch in genau acht Stunden. Großartig, aber gegen Ende reicht es dann auch.

Die Hessische Landesbahn steht am Gleis gegenüber und fährt uns direkt weiter, sodass wir keine zehn Stunden nach unserer Abfahrt in Marseille unsere Haustür erreichen. Das ist schon ziemlich cool.


Wir haben viel erlebt auf dieser Reise und haben eine ganze Liste an Tipps für das nächste Mal – für den Rucksack (weniger Kram, mehr Klamotten), für die Bahn (mehr Reisetage) und vielleicht auch für die Unterkünfte (bisschen spontaner). Auf keinen Fall sollte ich so eine Reise ohne meine Frau unternehmen, my best travel buddy, die mich mit großer Ruhe durch alle Verspätungen und Zugausfälle begleitet hat. Es war großartig, bis an den äußersten Zipfel des Kontinents zu reisen und auch wenn die Abwechslung der Zwischenstopps sehr reizvoll war – ich gebe den Klippen und dem Meer, den einsamen Stränden und schmalen Wanderpfaden eindeutig den Vorrang vor dem Trubel der Großstädte.

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